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Meldungen aus dem Kreisverband:

Freke Over

Lösungen sehen anders aus

Da macht der Landrat einen scheinbar revolutionären Vorschlag, mit viel heißer Luft und noch mehr Nebelkerzen. Ein kostenloses Schülerticket ist eine richtige Sache, aber betrachten wir uns auch einmal die weiteren Rahmenbedingungen.

Der Kostendeckungsgrad bei der kreiseigenen ORP-Busgesellschaft durch Fahrkarteneinahmen beträgt gerade einmal 18 Prozent, alle anderen Einnahmen kommen aus verschiedenen Zuschüssen des Landes, des Bundes und der EU. Bei dem Vorschlag des Landrates würde der Kostendeckungsgrad weiter sinken, weil darin natürlich auch Einnahmen von Schülern enthalten sind, die bisher nicht kostenfrei fahren durften. Da stellt sich dann die Frage, warum wir nicht gleich ein, sehr wahrscheinlich vom Bund unterstütztes, Modellprojekt fahrscheinloser öffentlicher Personennahverkehr starten, denn der Zuschuss wäre nur geringfügig höher. Besonders wenn man an die Einsparpotentiale denkt. Geringere Standzeiten an den Haltestellen für den Fahrscheinverkauf, keine Druckkosten, keine Fahrscheindrucker und Kassen, keine Provisionen und so weiter. Nur schade, dass der Landrat erst das sehr teure und dann überflüssige elektronische Ticketing in den Bussen installieren ließ. Besser er hätte vorher mal weiter gedacht oder sich mit den Vorschlägen anderer beschäftigt.

Ein Perpetuum mobile der Zuschüsse, wie es der Landrat suggeriert – wenn nur genug Schüler fahren, zahlt man uns die Kosten – stimmt so nun mal nicht. Die zwei Millionen Euro oder mehr müssen wir so oder so als Kreis in die Hand nehmen für unsere Daseinsvorsorge.

Ärgern tut es mich dann, wenn der Landrat uns für dumm verkaufen will. Davon, dass alle Schüler eine Fahrkarte haben, gibt es noch keine einzige zusätzliche Busverbindung. Damit wird noch lange kein Eltern-Taxi eingespart, so ein Quatsch.

Abends, an den Wochenenden und in den Ferien braucht es auch Mobilität. Das wäre für einen entsprechenden Zuschuss mit dem nötigen politischen Willen machbar, dann wären die Busse auch besser ausgelastet. Zurzeit ist unsere Busflotte nur zwischen 7 und 8 Uhr im Schülerverkehr ausgelastet. Mit unterschiedlichen Schulanfangszeiten ließe sich das auch anders strukturieren, um die Fahrzeuggrößen den realen Notwendigkeiten anzupassen.

Mit Mobilität und Daseinsvorsorge den ganzen Tag wären die Schüler nicht mehr aufs Eltern-Taxi angewiesen, weil sie auch nach dem Sport, der Musikschule oder der Jugendfeuerwehr noch nach Hause kämen und trotz des Wohnortes Dorf auch noch Freunde besuchen könnten. Das Problem, warum in OPR der ÖPNV besonders schlecht ist, liegt ja gerade an dem Landrat, der seit neun Jahren sich nicht mit dem Thema beschäftigt. Es gibt in der Kreisverwaltung bis heute keinen Verkehrsplaner und auch kein Verständnis für verkehrliche Notwendigkeiten. Zum Beispiel für die Tatsache, dass, wer nach der Arbeit mit dem Bus nicht mehr nach Hause kommt, auch nicht mit dem Bus hinfährt.

Der Fahrplan wird vom Unternehmen selbst gemacht und zwar nicht nach verkehrlichen Notwendigkeiten, sondern unter der Vorgabe des Landrates möglichst geringer Zuschüsse. Das macht Ulrich Steffen, der Chef des ORP richtig gut, nur für die Bürger bringt das nichts, da bräuchte es politische Entscheidungen des Landrates und des Kreistages. Andere Kreise haben teilweise erheblich höhere Zuschüsse für ihren ÖPNV und manchmal auch ein besseres Angebot. Was es braucht, ist eine Debatte der Politik über Notwendigkeiten und was wir uns leisten wollen.

Mindestens zwei Millionen Euro jährlich braucht der Kraftverkehr sowieso in Zukunft als Zuschuss, weil die Rücklagen aufgebraucht sind. Wichtig wäre jetzt ein Kreistag, der sich nicht die Entscheidungen vorsetzen lässt, sondern aktiv Politik gestaltet, der eigene Akzente im Nahverkehrsplan setzt, statt eine Firma nach den Vorgaben des Landrates seine Aufgaben erledigen zu lassen. Wenn dann noch über die Kreisgrenzen hinausgedacht und die Bahn als zu vertaktender Partner, und nicht als Konkurrent gesehen würde, könnte sich wirklich was ändern.

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