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Justin König

Ein anderer, ungewöhnlicher Erster Mai

 Es ist das erste Mal in der Nachkriegsgeschichte, dass keine Mai-Kundgebungen stattfinden. Und das hat auch seinen Grund, denn in Zeiten von Corona heißt Solidarität: mit Anstand Abstand halten. Wir können aber derzeit auch auf längst verkannt-geglaubte Formen der Solidarität blicken. Die Rede ist von Nachbarschaftshilfen beziehungsweise Einkaufsgemeinschaften, die vorrangig ältere Mitbürger und Angehörige der Risikogruppen versorgen und ihnen somit tatkräftig unter die Arme greifen. Auch in anderen Lebensbereichen spüren wir neue Innovationen: Museen und Bibliotheken öffneten digital und ließen alle Schichten kostenlos an ihrem Bildungsangebot teilhaben. Aber leider können diese Solidaritätsformen nicht alles begradigen, was durch die Corona-Pandemie ausgelöst wurde. Wir müssen weiterhin mit denen solidarisch sein, die von den ökonomischen Folgen besonders hart betroffen sind. Mitbürger, die ernstzunehmende Sorgen haben, um ihre Existenzen, um ihre Lebensgrundlagen. Kurzarbeit, insolvente Betriebe sowie Schließungen von Schulen und Kitas stellen die Familien vor harten Herausforderungen und verlangen viel ab. Dasselbe gilt für die Beschäftigten in den systemrelevanten Berufen. Jetzt zeigt sich, auf welche Jobs es in einer Krise wirklich ankommt. Es wird höchste Zeit, sie auch so zu bezahlen. Gemeinsam müssen wir darauf achten, dass allen Menschen aus dieser Krise gerecht geholfen wird. Deshalb dürfen wir unsere Augen auch nicht verschließen, wenn versucht wird, aus der Krise Profit zu schlagen. Wenn Arbeitnehmerrechte eingeschränkt werden, wenn die Gesundheit der Beschäftigten aufs Spiel gesetzt wird, dann dürfen wir das nicht hinnehmen! Als Politik, egal ob in Regierung, Opposition oder in der Kommunalpolitik, sind wir Entscheidungsträger. Gemeinsam müssen wir zum Wohle unserer Mitbürger handeln und dafür Sorge tragen, dass alle notwendigen Mittel zur Überwindung der Krise mobilisiert werden.


Ausgabe 01/2020

In der aktuellen Ausgabe:

  • 75. Jahrestag der Befreiung: Anlass zum Nachdenken.
  • Landkreis OPR benötigt einen Nachtragshaushalt
  • Eindrücke von der Kasseler Strategiekonferenz 
  • Nachtrag zur Frauentagsmatinee mit Carmen-Maja Antoni

Hier

Corona-News vom Robert-Koch-Institut

COVID-19: Fallzahlen in Deutschland und weltweit

Regionale Verteilung der COVID-19-Fälle weltweit

Quarantäne bei Einreisen nach Deutschland

Für Einreisen nach mehrtägigem Aufenthalt in einem EU-Mitgliedsstaat, einem Schengen-assoziierten Staat oder dem Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland sprechen Bund und Länder eine Quarantäneempfehlung aus, wenn der jeweilige Staat nach den statistischen Auswertungen und Veröffentlichungen des European Center for Disease Prevention and Control (ECDC) eine hohe Neuinfiziertenzahl im Verhältnis zur Bevölkerung (mehr als 50 Fälle pro 100 000 Einwohner kumulativ in den letzten sieben Tagen) aufweist. Die vorliegende Karte zeigt die Inzidenz der letzten 7 Tage pro 100 000 Einwohner in Europa.

Nowcasting und R-Schätzung: Schätzung der aktuellen Entwicklung der SARS-CoV-2-Epidemie in Deutschland

Das Nowcasting erstellt eine Schätzung des Verlaufs der Anzahl von bereits erfolgten SARS-CoV-2-Erkrankungsfällen in Deutschland unter Berücksichtigung des Diagnose-, Melde- und Übermittlungsverzugs. Aufbauend auf dem Nowcasting kann eine Schätzung der zeitabhängigen Reproduktionszahl R durchgeführt werden.

Situationsbericht vom 24.5.2020

Situationsbericht des Robert Koch-Instituts vom 24.5.2020 zu COVID-19

Situation report - 24 May 2020

Situation report of the Robert Koch Institute COVID-19, 24.5.2020